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Unser
Leistungsspektrum
Golfspezifische
Verletzungen
Akute
Verletzungen
Schwere Verletzungen durch Wucht des Aufpralls des Balles am Körper
finden sich als Hauptursache von schweren akuten Verletzungen.
Ebenso finden sich häufig Prellungen und Stauchungen des
Schwung-armes durch fehlerhaften Golfschwung und durch zu verfrühtes
Treffen des Golfschlägers auf dem Rasen vor dem Treffmoment mit dem
Ball. Distorsion an Knie- und Sprunggelenk treten gehäuft bei
Verdrehverletzungen auf dem Golfplatz beim Schlagen aus ungünstiger
Position.
Chronische
Verletzungen:
Eine chronische Dauerbelastung des Bewegungsapparates mit
unphysiologischem Bewegungsmuster, speziell durch nicht korrekte
Schwungtechnik und häufig wiederholte Auf- und Abschwungtechniken
mit unphysiologischer Belastung des Rückenstreckapparates führt zur
Entwicklung von muskulären Dysbalancen, zur Fehlstatik der
Wirbelsäulenabschnitte und degenerativen Veränderungen an
Wirbelkörper und Bandscheiben bis hin zu symptomatischen
Bandscheibenvorfällen.
Am Bewegungsapparat stehen die Ansatztendinosen (Sehnenentzündung am
Knochenansatz) an Ellenbogengelenk und Schultergelenk im
Vordergrund. Die Epicondylitis ulnaris wird landläufig bereits als
Golferellenbogen bezeichnet und bedeutet eine lokale Entzündung der
Unterarmstreckmuskeln im Bereich des Ellenbogengelenkes im inneren
Anteil des Gelenkes. Hierbei kommt es zu Ruhe-, Bewegungs- und
Belastungsbeschwerden bei der Ellenbogengelenksbeugung und der
Drehbewegung am Unterarm. Zunächst erfolgt hier die konservative
Behandlung mit lokalen schmerzlindernden und entzündungshemmenden
Medikamenten, ggf. auch mit Spritzen von Kortikoiden an den
entzündeten Sehnen-Knochen-Ansatz. Kurzfristige Ruhigstellung kann
zu einer vollständigen Linderung führen. Beim Versagen all dieser
konservativen Therapieansätze hilft nur noch die operative Ablösung
der entzündeten Sehnenansätze am Knochen.
Ein sehr häufiges Schmerzsyndrom ist der chronische Schmerz
unterhalb des Schulterdaches. Ursache ist hierbei zumeist eine
Entzündung eines Schleimbeutels unterhalb des Schulterdaches –
verursacht durch einen kleinen knöchernen Sporn, der zum
Engpasssydnrom unterhalb des Schulterdaches führt (Impingementsyndrom).
Häufig finden sich auch Arthrosen im Bereich des
Schultereckgelenkes. Durch chronische Überbelastung aber auch durch
Unfallereignisse kann es auch zu Rissen im Bereich der
schultergelenksführenden Muskulatur (Rotatorenmanschette) kommen.
Neben der akuten Schmerzsymptomatik imponiert dann häufig eine
Einschränkung der Beweglichkeit am Schultergelenk für die
Drehbewegung und für die Armseitwärtsbewegung im Schultergelenk
mit akutem Kraftverlust. Auch hier empfiehlt sich zunächst die
konservative Behandlung mit schmerzlindernden und
entzündungshemmenden Medikamenten, ggf. in Kombination mit
Kortikoidspritzen unter das Schulterdach in Kombination mit
Krankengymnastik und Ultraschallanwendungen. Bei Versagen dieser
Therapieoptionen ist mit einem arthroskopischen (Gelenkspiegelung)
Eingriff mit kleinen Hautinzisionen häufig zu einer vollständigen
Beschwerdelinderung zu kommen. Hierbei werden der entzündete
Schleimbeutel mit hochmodernen Instrumentarien entfernt und
knöcherne Sporne abgetragen. Eine ggf. gerissene Rotatorenmanschette
kann entweder direkt genäht oder mit einem Fadenanker am
Ansatzbereich wieder befestigt werden.
Akute Schädigungen des Kniegelenkes im Golfsport sind eher
die Ausnahme und häufig bedingt durch Verdrehunfälle des
Kniegelenkes. Hierbei können die als Puffer innerhalb des
Kniegelenkes in den inneren und äußeren Anteilen gelegenen
Meniskusscheiben einreißen und in das Kniegelenk einschlagen. Selten
sind auch Verletzung des vorderen Kreuzbandes bei Verdrehtraumata
möglich. Akute Meniskusschäden und Kreuzbandverletzungen bedürfen
der operativen Versorgung durch eine Gelenkspiegelung mit Naht der
gerissenen Meniskusanteile oder Entfernung von zerfetzten
Meniskusanteilen. Eine vordere Kreuzbandruptur wird in unserer
Praxis mit einer arthroskopisch assistierten Ersatzplastik mit
körpereigenen Sehnen vom inneren Kniegelenk durchgeführt. Ziel ist
hierbei, die Sportfähigkeit des Patienten zu erhalten bei stabilen
Knieverhältnissen.
Überlastungssyndrome im Bereich der Achillessehne (Achillodynie)
und Schleimbeutelentzündung im Hüftbereich (Bursitis
trochanterica) sind bei Überbelastung möglich und meisten durch
konservative Therapie (Schmerzmedikamente, Spritzen, Ultraschall
etc.) gut beherrschbar.
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