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Allgemeines zum Golfsport
Der Golfsport boomt und damit steigt auch die Anzahl der
golfspezifischen Sportverletzungen. Alleine in Deutschland stieg die
Anzahl der Golfer in den letzten 10 Jahren um das Doppelte an und
erfreut sich jährlicher Zuwachsraten von 6 – 10 %. In Deutschland
sind insgesamt 400 000 Golfer in Vereinen organisiert. 200 000
Golfer sind aktiv, die nicht im DGV registriert sind. Im Gegensatz
zu anderen Sportarten ist der Golfsport nur wenig durch direkte
Verletzungen charakterisiert. Es zeigen sich vielmehr muskuläre
Dysbalancen als häufigste Ursache von Sportverletzungen und
Überlastungsschäden.
Neueste Untersuchungen über zwei Spielzeiten lang an Amateuren und
Professionals im Alter von 10 – 80 Jahren über eine Anzahl von ca.
700 Golfspielern zeigten, dass es einen eindeutigen Unterschied
zwischen Damen und Herren im Bereich des Verletzungsmusters gibt.
Bei Männern sind Verletzungen des Rückens, bei Frauen Verletzungen
der Handgelenke am häufigsten. Insgesamt fanden sich bei den
golfspezifischen Verletzungen 17,4 % eigenständige Traumen und 82,6
% Überlastungsbeschwerden. Es zeigte sich ein unterschiedliches
Verteilungsmuster der Verletzungen im Amateur- und Profibereich.
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Wirbelsäule: |
Amateur 25 - 37 %
Profi 25 – 28 %
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Handgelenk: |
Amateur 25 – 30 %
Profi 25 – 37 %
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Schulter: |
Amateur 6 – 12 %
Profi 9 – 13 %
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Ellenbogengelenk: |
Amateur 6 – 7 %
Profi 11- 33 % |
Insgesamt fielen die befragten Golfer wegen der Verletzung
durchschnittlich 4 Wochen aus. Die höchsten Ausfallzeiten fanden
sich für Verletzungen an der BWS, Ellenbogen und an der LWS.
Sportmedizinische
Aspekte
Auf einer 18-Loch-Runde werden im Durchschnitt 6,5 – 10 km
zurückgelegt und ca. 1500 Kilokalorien verbraucht. Ein Golfspieler
verliert im Schnitt im Turnier 1 kg Körpergewicht. In einer Saison
legt ein Golfspieler durchschnittlich 700 km zurück. Während des
Turniers werden Frequenzspitzen von 100 – 150 Schlägen/min. erreicht
und es findet eine dauerhafte Beanspruchung von ca. 124 der ca. 434
Muskeln des Menschen statt. Die Kreatininkinasewerte steigen um 100
% im Vergleich zum normalen Gehen (bei Caddies nur 10%). Die
Lungenfunktion findet sich um 20 % besser als beim Untrainierten.
Der Golfsport führt also zu einer Dauerbelastung ohne gefährliche
Spitzenbelastung.
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